Duschen im Camper – Möglichkeiten, Tipps und passende Lösungen

Duschen im Campervan – geht das überhaupt? Welche Duschlösung passt zu meinem Fahrzeug, wie bekomme ich warmes Wasser und was muss ich beim Abwasser beachten?

In diesem Ratgeber beantworten wir die wichtigsten Fragen rund ums Duschen im Camper – von der passenden Ausstattung über die Wasserversorgung bis hin zum Umweltschutz und zur richtigen Pflege.


Grundlagen und fahrzeugspezifische Besonderheiten

❯ Kann ich in meinem Campervan duschen?

Ja, mit den Camper-Innenduschen von 50°Nord klappt das problemlos. Die Duschen sind so konzipiert, dass sie, mit wenigen Handgriffen im Wohnraum eines Campers aufgebaut und danach wieder entfernt werden können, ohne dass die Innenausstattung durch das Duschen in Mitleidenschaft gezogen wird. So kann in fast jedem Camper, auch ohne fest installierte Nasszelle, geduscht werden. 

Ja, unsere Camper-Innendusche M ist speziell auf den Innenraum des VW California und Mercedes Marco Polo abgestimmt, eignet sich aber auch für viele andere Campervans mit Aufstelldach.

Die kompakte Duschwanne passt in den Fußraum vor der Rücksitzbank. Von dort erweitert sich die Duschkabine trichterförmig nach oben bis zum Bettrahmen. Mit einer oberen Öffnung von ca. 1,20 × 1,20 m deckt sie einen großen Bereich des Fahrzeuginnenraums ab und fängt das Spritzwasser zuverlässig auf.

Die geringe Bauhöhe von knapp 1,30 m ist dabei kein Nachteil: Auch wenn größere Personen mit dem Oberkörper über den oberen Rand hinausragen, sorgt die breite, trichterförmige Öffnung dafür, dass das Spritzwasser in die Duschwanne gelangt.

Über einen Reißverschluss-Durchgriff an der Rückseite bleibt das Waschbecken im California oder Marco Polo erreichbar.

Besonderheit der Dusche PLUS: Sie kann zusätzlich unter der geöffneten Heckklappe verwendet werden. Die dafür benötigten Befestigungsstrips sind im Lieferumfang enthalten und ermöglichen eine schnelle Montage.


❯ Gibt es spezielle Duschlösungen für größere Campervans?

Ja, unsere Camper-Innendusche L wurde speziell für größere Campervans und Kastenwagen im Pössl-, Fiat-Ducato- oder Mercedes-Sprinter-Format entwickelt.

Obwohl diese Fahrzeuge insgesamt mehr Innenraum bieten, ist die verfügbare Breite durch Schränke und andere Einbauten häufig eingeschränkt. Deshalb ist die Dusche L besonders schlank und hoch geschnitten. Ihre spezielle Form berücksichtigt diese Platzverhältnisse und ermöglicht das Duschen auch bei begrenzter Stellfläche.


❯ Kann man im Camper duschen, wie von zu Hause gewohnt?

Im Camper duscht man etwas anders als zu Hause. Da die verfügbaren Wassermengen meist begrenzt sind, steht weniger das ausgiebige Duschen als vielmehr die gründliche Körperreinigung mit möglichst wenig Wasser im Vordergrund.

Dabei hat sich das sogenannte Stop-and-Go-Duschen bewährt: Zunächst wird der Körper angefeuchtet, anschließend bei abgestelltem Wasser eingeseift und zum Schluss gründlich abgespült.

Entscheidend ist ein Duschkopf mit Wasserstopp-Funktion, mit dem sich der Wasserfluss direkt am Duschkopf unterbrechen lässt, so wie bei unserem Duschset Deluxe. So wird nur dann Wasser verbraucht, wenn es tatsächlich benötigt wird


❯ Wie wird die Dusche im Fahrzeug befestigt?

Bei Fahrzeugen mit Aufstelldach (Dusche M und PLUS) wird die Duschkabine mit den mitgelieferten Klettbändern am Dachrahmen beziehungsweise am Auflagerahmen des hochgeklappten Dachbetts befestigt.

Bei einigen Dachvarianten sind bereits geeignete Klettflächen vorhanden. Für andere Fahrzeuge werden spezielle Klettpunkte mitgeliefert, die einmalig am Dach- oder Bettrahmen angebracht werden. Bei geschlossenem Dachbett sind diese Befestigungspunkte nicht sichtbar. Weitere Befestigungen sind nicht erforderlich.

Bei größeren Campervans und Kastenwagen, beispielsweise auf Basis des Fiat Ducato oder Mercedes Sprinter sowie bei Fahrzeugen im Pössl-Format, sind solche Befestigungspunkte meist nicht vorhanden. Hier kommen unterschiedliche Montagemöglichkeiten infrage.

Wir empfehlen feste Befestigungspunkte, etwa in Form von montierten Haken oder Schlaufen. Je nach Fahrzeug können auch unsere Extrem-Magnete verwendet werden. Sind keine magnetischen Oberflächen vorhanden, lassen sich geeignete Metallplättchen als Haftflächen vorsehen.

Für senkrechte, glatte und ebene Oberflächen eignen sich außerdem unsere Super-Grip-Saughaken.


❯ Was ist besser zum Duschen im Freien: 50°Nord Camper-Dusche oder Heckzelt?

Wenn Du den Bereich unter der Heckklappe ausschließlich zum Duschen nutzen möchtest, ist die Dusche PLUS die passende Wahl.

Sie wird mit den mitgelieferten Octopus-Strips oder den Extrem-Magneten an der geöffneten Heckklappe befestigt und ist schnell einsatzbereit. Das Duschwasser wird vollständig in der Duschwanne aufgefangen, sodass keine Pfützen hinter dem Fahrzeug entstehen und das Wasser anschließend fachgerecht entsorgt werden kann.

Auch der Abbau dauert nur kurze Zeit. Mit etwas Übung sind sowohl Auf- als auch Abbau in jeweils weniger als einer Minute möglich.

Wenn Du länger an einem Ort stehst und den Bereich unter der Heckklappe zusätzlich zum Kochen, Umkleiden oder für andere Aktivitäten nutzen möchtest, ist ein Heckzelt die vielseitigere Lösung.

Beide Produkte können sich ergänzen: Das Heckzelt schafft einen geschützten Raum, während die Dusche PLUS optimal für die schnelle Dusche ist und dabei das Duschwasser ordnungsgemäß auffängt. 



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Wasserversorgung & Umweltschutz


❯ Woher bekomme ich warmes Wasser?


Für warmes Duschwasser im Camper gibt es verschiedene Möglichkeiten. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt vor allem vom verfügbaren Platz, der vorhandenen Fahrzeugtechnik und dem persönlichen Duschverhalten ab.

1. Gaskocher und Falteimer

Eine einfache und bewährte Methode ist das Mischen von heißem und kaltem Wasser.

Dazu wird ein Falteimer mit frischem Wasser befüllt. Anschließend erhitzt man einen Teil des Wassers auf dem Gaskocher und mischt ihn mit dem kalten Wasser im Eimer. So lassen sich etwa 8 bis 10 Liter Duschwasser mit einer Temperatur von 30 bis 32 °C vorbereiten. Nach unserer Erfahrung reichen bereits 7 bis 8 Liter für eine erwachsene Person aus, wenn beim Einseifen das Wasser abgestellt wird.

Das Wasser kann anschließend mit einer Akku-Tauchpumpe entnommen werden, beispielsweise mit unserem Duschset-Deluxe.


2. Fest installierte Wasserboiler:

Wer ausreichend Platz im Camper hat, kann eine fest installierte Warmwasserversorgung nutzen. In größeren Wohnmobilen kommen häufig gasbetriebene Warmwasserboiler zum Einsatz. Für Kastenwagen gibt es auch Systeme, die die Wärme der vorhandenen Standheizung zur Wassererwärmung nutzen.

Zu den Anbietern gehören beispielsweise Pundmann und tigerexped. Das Warmduscher-Kit von tigerexped kombiniert eine Luftstandheizung mit einem Warmwasserboiler. Je nach Ausführung kann das Wasser über die Standheizung, elektrisch mit 12 oder 230 Volt oder sogar über den Kühlmittelkreislauf des Fahrzeuges erwärmt werden.

Solche Systeme benötigen allerdings zusätzlichen Einbauraum und eignen sich daher vor allem für größere Campervans und Kastenwagen.

Eine mögliche Alternative für kleinere Camper: Unser italienischer Partner Technicamper hat eine kompakte Lösung zum Betrieb mit einer Standheizung entwickelt, die nahezu keinen Einbauraum im Fahrzeug benötigt. Wir werden das System demnächst testen und anschließend über unsere Erfahrungen berichten.


1. Die "Thermoskanne" XXL:

Wer am Abend keine Lust hat, noch Aufwand zu betreiben und Wasser zu kochen, der kann tatsächlich bereits am Morgen heißes Wasser aufkochen und in einem Thermobehälter aufbewahren. Ein guter Thermobehälter hält die Temperatur 24 Stunden und länger. Das heiße Wasser einfach am Abend mit ins Duschwasser geben und schon kann es losgehen.

50° Nord entwickelt hierfür gerade einen Thermobehälter mit extrem langer Warmhaltedauer und großem Fassungsvermögen. Dieser wird voraussichtlich ab Ende 2026 verfügbar sein.

2. Portable Gas-Durchlauferhitzer

Mobile Gas-Durchlauferhitzer können größere Mengen Warmwasser erzeugen. Allerdings benötigen viele dieser Geräte einen bestimmten Mindestdurchfluss, um zuverlässig zu arbeiten.

Beim wassersparenden Duschen im Camper wird der Wasserfluss häufig unterbrochen, beispielsweise während des Einseifens. Nach unseren bisherigen Erfahrungen kann dieses Stop-and-Go-Duschverhalten bei manchen Durchlauferhitzern zu erheblichen Temperaturschwankungen führen. Dabei können auch gefährlich hohe Wassertemperaturen (Verbrühungsgefahr) entstehen.

Eine Möglichkeit besteht darin, das Wasser zunächst in einem separaten Behälter aufzufangen, um die gewünschte Temperatur zu gewährleisten, und erst anschließend zum Duschen zu verwenden. Damit entfällt allerdings ein wesentlicher Vorteil des Durchlauferhitzers: die direkte Bereitstellung von Warmwasser.

Hinzu kommen der Platzbedarf und die Anschaffungskosten. Für das Duschen mit geringen Wassermengen, so wie es beim Vanlife-Campen erforderlich ist, sind portable Gas-Durchlauferhitzer deshalb aus unserer Sicht nur sehr eingeschränkt geeignet.


 

❯ Darf ich das Duschabwasser einfach nach draußen leiten?

Auf keinen Fall!
Duschabwasser ist sogenanntes Grauwasser und darf nicht einfach in die Natur abgeleitet werden.

Beim Duschen gelangen Seife, Duschgel und andere Rückstände ins Wasser. Das gilt auch bei Verwendung biologisch abbaubarer Produkte. (Siehe Frage Nr.10)

Auch Straßengullys sind keine geeigneten Entsorgungsstellen. Manche sind an die Regenwasserkanalisation angeschlossen, über die das Wasser ungeklärt in Bäche oder Flüsse gelangen kann.

Duschabwasser sollte deshalb grundsätzlich aufgefangen und in den Grauwassertank des Campers geleitet werden. Ist kein solcher Tank vorhanden, kann es in einem geeigneten Behälter gesammelt werden. Die Entleerung erfolgt ausschließlich an dafür vorgesehenen und zugelassenen Entsorgungsstellen, beispielsweise auf Camping- oder Wohnmobilstellplätzen.


❯ Sind Bio-Seife und biologisch abbaubares Duschgel unbedenklich für die Natur?

Nein, auch biologisch abbaubare Seifen und Duschgele sind nicht automatisch unschädlich für die Umwelt. Sie können zwar umweltfreundlicher sein als herkömmliche Produkte, sollten aber trotzdem nicht direkt in Gewässer oder auf den Boden gelangen.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen biologischer Abbaubarkeit und ökologischer Unbedenklichkeit. Ein Stoff kann vollständig abbaubar sein und dennoch während des Abbauprozesses schädliche Wirkungen entfalten.

„Biologisch abbaubar“ bedeutet lediglich, dass Mikroorganismen die enthaltenen Stoffe unter geeigneten Bedingungen zersetzen können. Bei standardisierten Tests zur sogenannten leichten biologischen Abbaubarkeit wird häufig ein Zeitraum von 28 Tagen zugrunde gelegt. Je nach Testverfahren müssen dabei beispielsweise mindestens 60 % des organischen Kohlenstoffs zu CO₂ mineralisiert werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich jedes als biologisch abbaubar beworbene Produkt innerhalb von 28 Tagen vollständig zersetzt. Gerade in der Natur, in kalten Bächen oder Seen kann dieser Vorgang um ein Vielfaches verlängert werden. 

Problematisch sind insbesondere Tenside, die auch in natürlichen Seifen enthalten sind. Sie lösen Fett und Schmutz, können aber je nach Konzentration und Zusammensetzung auch Zellmembranen und empfindliche Wasserorganismen schädigen. Zudem können Duftstoffe, Konservierungsmittel und andere Inhaltsstoffe die Umwelt belasten.

Fazit: Bio-Seife und biologisch abbaubares Duschgel sind meist die bessere Wahl, aber kein Freibrief für die Entsorgung in der Natur. Auch beim Wohnmobil gehört das anfallende Duschwasser in den Grauwassertank und anschließend in eine geeignete Entsorgungsstation.


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Aufbewahrung & Pflege

❯ Welche 50°Nord-Duschlösung passt zu meinem Fahrzeug?

Ganz kurz gefasst:
Fahrzeug im Bulli-Format, mit Aufstelldach: Dusche "M" oder Dusche "PLUS"
Größere Camper im Kastenwagen-Format: Dusche "L"


❯ Wo kann die Camper-Dusche im Fahrzeug aufbewahrt werden?

Die Dusche lässt sich sehr klein zusammenrollen und hat, je nach Modell eine Packmaß von 400 mm x ø 140 bis 180 mm. Dadurch findet sich in jedem Fahrzeug irgendwo eine Ecke in der man die Dusche verstauen kann. 


❯ Kann ich die 50°Nord-Duschkabine in der Waschmaschine waschen?

Grundsätzlich ist das möglich, wir empfehlen jedoch die Reinigung von Hand.
Das Material der Duschkabine ist wasserundurchlässig. Es kann kein Wasser durch die Fasern gepresst werden. Eine Maschinenwäsche bietet deshalb keinen wesentlichen Reinigungsvorteil. Im Gegenteil. Die mechanische Beanspruchung in der Waschtrommel kann das Material unnötig beanspruchen.

Zur Reinigung genügt es, die Duschkabine mit warmem Wasser, etwas milder Seife und einem weichen Schwamm oder Tuch auszuwischen. Anschließend mit klarem Wasser nachwischen und vollständig an der Luft trocknen lassen. 

❯ Kann ich die Duschkabine nass zusammenpacken?

Ja – das ist kein Problem. Das Material ist pilzhemmend und kann tatsächlich auch für kurze Zeit nass zusammengelegt werden. Gerade am Abend möchte man, nach der Dusche, seine Ruhe haben und entspannen. Die Dusche kann einfach feucht in die Rolle gepackt werden. 
Wir empfehlen, die Kabine von innen, mit einem trockenen Tuch auszuwischen, bevor sie zusammengelegt wird. Spätestens nach 2 Tagen sollte die Dusche entpackt und an der Luft getrocknet werden.

❯ Kann die Dusche für längere Zeit in der Rolle (Duschwanne) aufbewahrt werden?

Ja – das ist kein Problem. Die Duschwanne ist generell zur Aufbewahrung der Duschkabine vorgesehen. 
Vor einer längeren Einlagerung (Überwinterung) sollte die Dusche aber einmal gereinigt und vollkommen durchgetrocknet werden. 
Die Duschkabine dazu mit warmem Wasser, etwas milder Seife und einem weichen Schwamm oder Tuch auswischen. Anschließend mit klarem Wasser nachwischen und vollständig an der Luft trocknen lassen. 
Danach kann die Dusche beliebig lang in der Rolle verbringen und auf ihren nächsten Einsatz warten. 


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